„Wie kommst Du an so ein Hobby?“ diese Frage habe ich schon oft gestellt bekommen. Eigentlich interessierten mich Busse und Bahnen schon immer. Eine der ersten Kindheitserinnerungen sind der Marienplatz der frühen sechziger Jahre in Rheydt mit den verschiedenen Linienomnibussen und Obussen oder die Straßenbahnfahrten zur Tante nach Mönchengladbach. Den nächsten Anschub bekam ich 1966 mit dem Erscheinen der 1½-Decker in Rheydt. Im gleichen Jahr lernte ich die Gelenkbusse in Mönchengladbach kennen. Diese beiden Bauarten haben mich seit damals besonders fasziniert.

Als ich meine „elektrische Eisenbahn“ umzugsbedingt aus Platzgründen abbauen musste, bin ich über die Obus-Fahrleitung und vorhandene Straßenbahngleisreste in meiner Heimatstadt Rheydt auf den Omnibus zurückgekommen. Zumal damals gerade die Einführung des Standardbusses lief und Presseberichte darüber eine gewisse Neugier weckten. Nach der Stilllegung des Obusses stellten sich die Fragen: was für Fahrzeuge – besonders: Gelenkbusse und Anderthalbdecker – besaßen die Stadtwerke früher, wie sah die Gleisanlage der Straßenbahn aus; vor allem: seit wann fährt der Bus in unserer Stadt?

Bei einem Besuch auf dem Betriebshof 1975 konnte man mir die Antworten so nicht direkt geben, aber von der damaligen Sekretärin des Direktors der Verkehrsbetriebe, Frau Hamacher, erhielt ich Kopien von Unterlagen, aus denen ich mir die ersten Angaben heraussuchen konnte. Sie war es auch, die mir die ersten Tipps zur danach folgenden „Spurensuche“ gab. War es erst die Wagenparkliste, die ich dann komplett haben wollte, fielen „am Rande“ immer mehr Informationen an, bis das erste Mal die Idee entstand, daraus ein Buch zusammenzustellen. Familiäre und berufliche Gründe verhinderten abwechselnd die Realisierung – ließen das Vorhaben nicht über ein 1985 geschriebenes kleines Manuskript hinauskommen. Andererseits tauchte danach aus manchmal unvermuteten „Ecken“ noch verloren geglaubtes Material auf, das immer mehr die Zusammenhänge erkennen ließ. Durch die Verzögerungen konnten diese Informationen im vorliegenden Text berücksichtigt werden.

Mit der Zeit gewann ich auch neue Erkenntnisse zur Behandlung mancher Widersprüche, die sich bei verschiedenen Quellen ergaben. Wirkten anfangs

unstimmige Daten noch verwirrend und ließen die Quelle insgesamt unglaubwürdig erscheinen, ergab späteres Hinterfragen, woher die Information stammen könnte, oft die Erklärung für die Differenz und rundete sogar das Bild damit ab. Gerade bei den vielen nur mündlich erhältlichen Angaben ist die weitestgehende Plausibilität der Aussagen schon erstaunlich. Mutwillig falsche Erzählungen sind zum Glück kaum anzunehmen, die Weitergabe widerlegbarer Irrtümer kommt hingegen leider öfters vor. Mitte der achtziger Jahre begegnete ich erstmals dem ebenfalls die Mönchengladbacher Verkehrsgeschichte erforschenden Obus-Fan Jürgen Lehmann.

Aus dem darauf folgenden Austausch entstand das Vorhaben, die Geschichte der Stadtwerke Rheydt und Mönchengladbach gemeinsam in einem Buch zu veröffentlichen. Die Fülle des Materials machte erst eine zwei-, dann drei-Teilung erforderlich. Nach den schon vor längerer Zeit erschienenen Büchern von Jürgen Lehmann über die Straßenbahnen und den Obus, ist nun der noch fehlende Teil über die verschiedenen Omnibusbetriebe, die zum jetztigen Unternehmen NEW – MöBus führten, geschrieben und die Veröffentlichung in Vorbereitung.

„Wie kommst Du an so ein Hobby?“ diese Frage habe ich schon oft gestellt bekommen. Eigentlich interessierten mich Busse und Bahnen schon immer. Eine der ersten Kindheitserinnerungen sind der Marienplatz der frühen sechziger Jahre in Rheydt mit den verschiedenen Linienomnibussen und Obussen oder die Straßenbahnfahrten zur Tante nach Mönchengladbach. Den nächsten Anschub bekam ich 1966 mit dem Erscheinen der 1½-Decker in Rheydt. Im gleichen Jahr lernte ich die Gelenkbusse in Mönchengladbach kennen. Diese beiden Bauarten haben mich seit damals besonders fasziniert.

Als ich meine „elektrische Eisenbahn“ umzugsbedingt aus Platzgründen abbauen musste, bin ich über die Obus-Fahrleitung und vorhandene Straßenbahngleisreste in meiner Heimatstadt Rheydt auf den Omnibus zurückgekommen. Zumal damals gerade die Einführung des Standardbusses lief und Presseberichte darüber eine gewisse Neugier weckten. Nach der Stilllegung des Obusses stellten sich die Fragen: was für Fahrzeuge – besonders: Gelenkbusse und Anderthalbdecker – besaßen die Stadtwerke früher, wie sah die Gleisanlage der Straßenbahn aus; vor allem: seit wann fährt der Bus in unserer Stadt?

Helmut2
2_

Bei einem Besuch auf dem Betriebshof 1975 konnte man mir die Antworten so nicht direkt geben, aber von der damaligen Sekretärin des Direktors der Verkehrsbetriebe, Frau Hamacher, erhielt ich Kopien von Unterlagen, aus denen ich mir die ersten Angaben heraussuchen konnte. Sie war es auch, die mir die ersten Tipps zur danach folgenden „Spurensuche“ gab. War es erst die Wagenparkliste, die ich dann komplett haben wollte, fielen „am Rande“ immer mehr Informationen an, bis das erste Mal die Idee entstand, daraus ein Buch zusammenzustellen. Familiäre und berufliche Gründe verhinderten abwechselnd die Realisierung – ließen das Vorhaben nicht über ein 1985 geschriebenes kleines Manuskript hinauskommen. Andererseits tauchte danach aus manchmal unvermuteten „Ecken“ noch verloren geglaubtes Material auf, das immer mehr die Zusammenhänge erkennen ließ. Durch die Verzögerungen konnten diese Informationen im vorliegenden Text berücksichtigt werden.

Mit der Zeit gewann ich auch neue Erkenntnisse zur Behandlung mancher Widersprüche, die sich bei verschiedenen Quellen ergaben. Wirkten anfangs unstimmige Daten noch verwirrend und ließen die Quelle insgesamt unglaubwürdig erscheinen, ergab späteres Hinterfragen, woher die Information stammen könnte, oft die Erklärung für die Differenz und rundete sogar das Bild damit ab. Gerade bei den vielen nur mündlich erhältlichen Angaben ist die weitestgehende Plausibilität der Aussagen schon erstaunlich. Mutwillig falsche Erzählungen sind zum Glück kaum anzunehmen, die Weitergabe widerlegbarer Irrtümer kommt hingegen leider öfters vor. Mitte der achtziger Jahre begegnete ich erstmals dem ebenfalls die Mönchengladbacher Verkehrsgeschichte erforschenden Obus-Fan Jürgen Lehmann.

Aus dem darauf folgenden Austausch entstand das Vorhaben, die Geschichte der Stadtwerke Rheydt und Mönchengladbach gemeinsam in einem Buch zu veröffentlichen. Die Fülle des Materials machte erst eine zwei-, dann drei-Teilung erforderlich. Nach den schon vor längerer Zeit erschienenen Büchern von Jürgen Lehmann über die Straßenbahnen und den Obus, ist nun der noch fehlende Teil über die verschiedenen Omnibusbetriebe, die zum jetztigen Unternehmen NEW – MöBus führten, geschrieben und die Veröffentlichung in Vorbereitung.